Solac Siempre Crema

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Solac Siempre Crema Modell 178 (Baujahr 2001)
Solac Siempre Crema Modell 177


Kurzbeschreibung:

Preisgünstige Einsteigermaschine mit Stahlkessel

Preisspanne:

  • Neupreis:
ca. 70 €
  • gebraucht:
ca. ? €

empf. Einsatzbereich:

zu Hause


Allgemeine Angaben

  • Modellbezeichnung: Siempre Crema
  • Hersteller: Solac
  • produziert von - bis: 1995 (oder früher) – 2001 (oder später, 2006?)

Es gab zwei Modellvarianten: das ursprüngliche Modell 177 und (ab ca. 1998) das Modell 178. Diese unterscheiden sich durch die Gehäuseform, sind aber sonst identisch.

Im Lauf der Zeit wurde die Maschine immer wieder in Details überarbeitet.

Beschreibung

  • Verarbeitungsqualität: gut
  • Aufheizzeit: min. 5 Min., besser 20-30 Min.
  • Dampfdüse: ja
  • Heißwasserausgabe: ja, über Dampfdüse
  • Automatische Dosierung: -
  • Kesselmanometer: -
  • Pumpenmanometer: -
  • Modellpflege:
- Schwimmer zur Füllstandsanzeige im Wassertank (zwischen 1996–2001)
- integrierte Metall-Dampfdüse statt der abnehmbaren Plastik-Dampfdüse (zwischen 1998–2001)
- Siebträgergriff innen verstärkt (zwischen 1998–2001)


  • Vorteile:
- hochwertige Plastikverkleidung, leicht zu reinigen
- 900 W? Edelstahl-Kessel mit ca. 200 ml Volumen
- einfach zu bedienen
- relativ leicht zu zerlegen (Z.B. zum Reinigen und Pflegen)
- Leicht einzustellendes Expansionsventil für den Dampfdruck zum Milchaufschäumen
- Standardmembranpumpe, Pumpe-Ventil-Kessel-Verbindung auf standard 1/8 Basis -> Expansionsventil kann getauscht werden
- Siebträger kann auch ohne den 'Crema'-Einsatz verwendet werden
  • Nachteile:
- kein Magnetventil
- kein Brühdruckmanometer o.ä.
- nicht einstellbares Expansionsventil aus Kunststoff, mit integriertem Rückschlagventil; Dies ist die Hauptschwachstelle
- Siebträger und-halter aus Alu
- Griff für Dampfhahn und Siebträger ist aus relativ billigem Plastik und bricht irgendwann
- Siebträgergriff ist bei älteren Modellen aus dünnem Plastik, das irgendwann bricht; um 1998–2001 wurde ein Metallteil zur Verstärkung eingesetzt, jedoch bricht irgendwann die Befestigungsschraube aus dem Gewinde, so dass auch hier wieder Bruchgefahr besteht
- Plastik-Milchaufschäumdüse (bis ca. 1998–2001) ist schwierig zu reinigen; bei häufiger Demontage reißen die Dichtungsringe relativ bald
- Aroma ist eher mäßig (sauer, Zeichen für Unterextraktion)
- da der Siebträger nicht bis zum Rand gefüllt werden darf, ist es ohne passenden Messlöffel schwierig, die passende Füllmenge zu finden
- die Dusche ist an der Unterseite nicht völlig plan, so dass der mitgelieferte Tamper verwendet werden muss

Technische Daten

Allgemein

  • Kessel: Edelstahl, ca. 200 ml
  • Pumpe: Standard Vibrationspumpe
  • max. Leistungsaufnahme: 950 Watt
  • Stromanschluß: 230V
  • Abmessungen(BxHxT):


Reparatur und Wartungsanleitungen

Griff für Dampfhahn gebrochen

Der Dampfhahn hat einen D-Schaft, der im Elektro- und Elektronikbereich weit verbreitet ist. Passende Knöpfe gibt es im Elektronikfachhandel; unter Umständen kann man auch ein ausrangiertes Elektrogerät (Kühlschrank, Toaster etc.) ausschlachten.

Griff des Siebträgers gebrochen

Passiert irgendwann, da der Griff ein Plastik-Hohlkörper ist. Der Schaft des Siebträgers reicht nur bis zum vorderen Griffende und ist bei älteren Modellen von innen mit einer Gewindeschraube und einer etwas dickeren Unterlegscheibe verschraubt; dadurch nimmt der Plastik-Hohlkörper die ganze mechanische Belastung auf. Ab ca. 1998–2001 wurde statt der Unterlegscheibe (3 mm) ein Metall-Formteil mit ca. 3 cm Länge verwendet, das den Griff zusätzlich stabilisieren soll. Der Griff hat am Ende eine Kappe, die man einfach abziehen kann, um an das Innenleben zu gelangen.

Zwischen den Siebträgern unterschiedlicher Modelle oder Baujahre scheint es Toleranzen zu geben, so dass nicht jeder Siebträger 100%ig zu jeder Maschine passt. Eventuell sitzt er zu stramm, so dass der Griff nicht ganz bis in die Mittelstellung geht, lässt sich aber verwenden.

Als Eigenbau-Reparatur für ältere Modelle lässt sich das Innenteil wie bei späteren Modellen nachbauen. Ein entsprechendes Teil lässt sich z.B. aus einem Stück Besenstiel fertigen:

  • Im vorderen Bereich wird der Außendurchmesser etwas reduziert, damit das Teil so weit in den Griff passt, bis es am Schaft des Siebträgers anstößt.
  • In der Länge wird der Holzkörper so zurechtgeschnitten, dass er möglichst die gesamte Länge des Griffs ausfüllt.
  • Dann wird am vorderen Ende ein Loch parallel zur Rotationsachse gebohrt. In dieses wird eine Schraube eingesetzt, die dann in den Siebträger geschraubt wird. Möglichkeiten:
    • Stockschraube (eine Seite mit metrischem Gewinde, die andere mit selbstschneidendem Gewinde)
    • Einschraubgewinde, in das eine Gewindestange in passender Länge mit metrischem Gewinde eingeschraubt wird
    • desgleichen, aber statt Einschraubgewinde kontern wir zwei Muttern aufeinander und hämmern das Ende mit den Muttern in den Holzkörper

Einbau:

  • Kappe vom Griffende abziehen
  • Schraube und Unterlegscheibe, die den Griff bisher gehalten haben, entfernen
  • Holzkörper in den Griff einschieben und in den Siebträger schrauben
  • Kappe wieder aufsetzen

Diese Konstruktion hält fürs erste wieder einige Zeit. Auf Dauer bricht aber die Schraube aus dem Gewinde—sowohl bei reparierten Siebträgern als auch bei solchen mit serienmäßig verstärktem Griff.

Wenn das Gewinde ausgebrochen ist, hilft nur noch ein Griff im Eigenbau: Im Prinzip lässt sich ein Alurohr mit passendem Innendurchmesser auf den Schaft aufstecken bzw. mit dem Gummihammer der Schaft vorsichtig ins Rohr treiben. Wenn die Verbindung stramm genug ist, hält sie ohne weitere Befestigung. Gegebenenfalls muss man den Schaft des Siebträgers nach und nach etwas abschleifen (zwischendurch immer wieder probieren). Dann brauchen wir nur noch einen Griff—in der Praxis hat sich als Griff ein ausrangierter Skistock bewährt, der kurz unter dem Griff abgesägt wurde. Eine Führung für den Siebhalter, damit sich dieser nicht auf der Griffachse dreht, wurde hier nicht realisiert. Eventuell kann man auf den Siebhalter verzichten und statt dessen das Sieb mit einer Feder im Siebträger fixieren.

Dichtungsringe der Milchaufschäumdüse reißen nach wenigen Ein-/Ausbauten

Entweder betrachten wir die Dichtungsringe als Verbrauchsmaterial und halten immer genügend davon vorrätig, oder wir modifizieren die Maschine.

An Stelle der mitgelieferten Düse passt z.B. eine Saeco-Düse, wie sie z.B. bei der Aroma, Scandalo oder Via Venezia Combi verbaut und auch als Zubehör verkauft wurde. Hier kann die Kappe abgezogen werden; diese kann unter fließendem Wasser gereinigt und der Rest mit einem Lappen abgewischt werden. Original-Düse und beide Dichtungsringe entfernen und die Saeco-Düse montieren. Allerdings tritt hier am oberen Ende der Düse immer etwas Dampf aus; auf die Qualität des Milchschaums hat dies jedoch keinen merklichen Einfluss.

Möglicherweise lässt sich auch die Dampflanze komplett gegen die ab ca. 1998–2001 verbaute einteilige Dampflanze tauschen. Die neue Dampflanze hat eine integrierte Düse, die einfacher zu reinigen ist. Ob diese passt, ist jedoch bisher nicht bekannt.